Curry – Chaos

Same Procedure every Year. Jedes Jahr dasselbe. Pünktlich kurz vor Weihnachten gibt es einen Gewürzskandal. Dieses Mal ist es nicht der Zimt, sondern Curry, Paprikapulver und getrocknete Kräuter.

Es ist ja schön, dass es immer noch Aktivisten gibt, die den Panschereien mit den Lebensmitteln nachgehen. Auch wenn diesmal ganz deutlich die Marken, sowie die Händler benannt wurden, bleibt doch der bittere Beigeschmack, denn die kleinen Fachgeschäfte haben am meisten darunter zu leiden. Weil trotz Angabe, alles über einen Kamm geschert wird.

Indischer Curry

Indischer Curry

Denn die erste Frage lautet bei Betreten des Geschäftes, – „Sind Ihre Gewürze auch belastet?“ Dabei haben die kleinen Händler ganz andere Lieferanten als die großen Handelsketten. Obwohl in den Medien, wie auch in den Zeitungen, die Betroffenen genannt wurden, ist es offensichtlich, dass es natürlich mal wieder alle waren. Wenn man die Berichte doch gelesen hat, warum werden dann die kleinen Händler mit einbezogen.

Durch solche Aufdeckungen, die ja gerecht fertigt sein mögen, sind aber die kleinen Geschäfte die Leidtragenden, weil es ja von Kundenseite her gleich wieder heißt, hier braucht man gar nicht mehr einkaufen zu gehen. Super, so bekommt man auch die Wirtschaft klein. Denn gerade die Kleinen sind auf das Weihnachtsgeschäft angewiesen um Überleben zu können.

Zumal diese meistens, sofern sie Gewürze haben – auf ganz spezielle Currymischungen spezialisiert sind und nicht auf den Einheitsbrei, den es in jedem Supermarkt oder Discounter gibt. Das diese Gewürze sowieso von minderer Qualität sind ist nichts Neues. Doch es ist ja der billige Preis, der beim Verbraucher zählt. Die Qualität ist ja egal. Und wieder kommt das Preis- Leistungsverhältnis ins Spiel. Weil hier wieder das superschlaue Gerücht zum Tragen kommt, dass Fachgeschäfte ja zu teuer wären. Wobei man sich fragt, was an 50 g Curry für 1,50€ zu teuer ist? Und wieder kommt auch der Aufschrei nach der Ampelkennzeichnung für Lebensmittel aufs Tapet. Spielt doch alles keine Rolle, solange munter weiter gekauft wird, weil ja alles im Discounter so billig ist. Dann dürften solche Überraschungen, wie diese neue Untersuchung doch eigentlich gar keinen mehr stören.
Die Hauptsache billig.

 Wo ist denn das so angebliche Bioverhalten und Denken der Kunden. Schließlich ist es doch so, dass der kleine Händler um die Ecke Tag für Tag in seinem Laden steht und mit Herzblut dabei ist und versucht die Wünsche seiner Kunden zu erfüllen. Aber anscheinend ist das alles egal und nicht wichtig, die Hauptsache weiter billig gekauft.

Also warum dann der Schrei nach mehr Kontrolle?

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