Wenn man bedenkt, das erst in den Jahren 1652 bis 1654 der Tee nach England kam, ist es eigentlich schon etwas verwunderlich. Doch zu diesem Zeitpunkt war Tee noch eine sehr teure Handelsware, die sich nur Handelskaufleute leisten konnten. Da dieser jedoch mit der Zeit bekannt wurde, wurden die Mengen mit denen gehandelt wurde immer mehr. Dadurch wurde auch der Konkurrenzkampf zwischen den einzelnen Handelsflotten belebt. Das hatte den Vorteil dass auch die etwas weniger Betuchten in den Genuss kamen, Tee zu trinken.
Zuerst kam der Mittelstand zu diesem Wohlstand und genoss dieses Privileg sehr. Doch zuerst war das Teetrinken noch eine Privatsache, denn dieser wurde im trauten Heim, serviert mit Freunden und Bekannten. Denn es gab noch keine Teehäuser, was sich jedoch bald änderte. Mit der Entdeckung des Kaffees entstanden öffentliche Kaffeehäuser ganz schnell, doch in dem Jahre 1800 schossen die Teehäuser neben den sogenannten Coffee Houses – wie man im englischen sagt – wie Pilze aus dem Boden.
Wer heute die Tea Houses oder aber auch Tea Rooms in England besucht, wird leider bitterlich enttäuscht sein, denn viele haben von ihrem ehemaligem Charme viel verloren. Da die Teebeutel Kompanie eingezogen ist und mit der eigentlichen Teetradition nicht mehr viel gemein hat. Was eigentlich sehr schade ist, wobei die Tradition in den privaten Haushalten sehr hoch gehalten wird.
Doch so ganz allmählich besinnt man sich wieder auf die guten alten Zeiten. Zum Glück, denn es geht nichts über eine gemütliche Teestunde mit gebackenen Scones und den kleine leckeren Sandwiches. Es wird zu dem üblichen Five o´clock Tea einiges serviert, das Liebhaber dieser leckeren Kleinigkeiten ins Schwärmen geraten. Selbst für das Benehmen beim Teetrinken, gibt es einen regelrechten Tee-Benimm-Knigge, wie man die Teetasse zu halten, wer den Tee einschenkt und wie der Small-Talk aus zu sehen hat. Deswegen ist es vielleicht ganz ratsam sich über die Gepflogenheiten beim Five o´clock Tea zu Informieren, wenn man dorthin eingeladen wir. Sonst ganz es ganz leicht passieren ,das die Gastgeberin leicht „ not amused“ ist.
